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STORY
CRAFTING

Deine Geschichte wartet.
Ich zeige dir, wie du sie erzählst.

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Interview im Buchladen Kopfkino, Birkenau 2026: Wie der Story Crafting Workshop entstanden ist.

Du möchtest schreiben und suchst den Einstieg?

Du schreibst bereits und möchtest besser werden?

Du möchtest verstehen, wo die Ideen herkommen, was Geschichten spannend macht und wie man Dialoge schreibt?

Du bist 14, 35 oder 76? Im Story Crafting Workshop sind alle willkommen!

Hier lernst du die Grundlagen, die jede Geschichte braucht – und hebst deine Geschichten auf ein neues Niveau!

Tobias Hülswitt

Tobias Hülswitt (öffnet in neuem Tab)

Autor · Workshopleiter · Dozent

Tobias Hülswitt veröffentlichte Romane und Sachbücher (Kiepenheuer & Witsch, Suhrkamp, Springer Nature) und lehrte literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, an der Akademie der Künste in München, an der Universität Hildesheim sowie an der Washington State und der Idaho State University. In unzähligen Workshops in Deutschland und den USA entwickelte er die Story-Crafting-Methode zur Vermittlung grundlegender Techniken des literarischen Schreibens.

  • Du lernst die vier Grundelemente einer Short Story – Figur, Dialog, Konflikt und Atmosphäre – richtig zu gestalten und einzusetzen.
  • In vier Schritten schreibst du eine erste kurze Short Story.
  • Danach erschaffst du eine zweite, völlig freie Geschichte ganz nach deiner eigenen Idee.
  • Vorlese- und Feedbackrunden machen das Schreiben lebendig und geben dir neuen Schwung.
  • Was du hier lernst, nutzt dir bei jedem Text – ob Kurzgeschichte, Roman, Drehbuch, Theaterstück oder Reportage.

„Jeder Mensch hat Geschichten. In diesem Workshop lernst du, sie so zu erzählen, dass sie andere bewegen.“

Tobias Hülswitt

„Ich fühle mich inspiriert und motiviert, schon morgen einen Bestseller zu schreiben.“

Lara Wilke, Workshop Birkenau 2026

„Ich habe Techniken gelernt, mit denen ich einfach anfangen kann zu schreiben.“

Anna Kadel, Workshop Birkenau 2026

„Alle Ideen sind es wert, aufgeschrieben, gedreht und gewendet zu werden. Ohne Ideen gäbe es keine Geschichten. Sei verrückt, trau dich.“

Rebekka Bisping, Workshop Birkenau 2026

„In der echten Welt zusammenzusitzen und Fantasie zu erschaffen war richtig cool.“

Alexander von Minkwitz, Workshop Birkenau 2026

Maximal 5 Teilnehmende (Wunstorf & Birkenau: 7) pro Workshop – sichere dir deinen Platz!

7. & 8. November 2026 Details auf Anfrage
Leipzig
Samstag 9:30 – 18:00 Uhr
Sonntag 9:30 – 14:00 Uhr
249 Euro
Verfügbarkeit erfragen
30. & 31. Januar 2027 Details auf Anfrage
Wunstorf (bei Hannover)
Samstag 9:30 – 18:00 Uhr
Sonntag 9:30 – 14:00 Uhr
179 Euro
Verfügbarkeit erfragen
27. & 28. Februar 2027 Details auf Anfrage
Samstag 13:30 – 19:00 Uhr
Sonntag 9:30 – 18:00 Uhr
179 Euro
Verfügbarkeit erfragen

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Für wen ist der Workshop geeignet?

Für alle, die schreiben möchten – ob Anfänger oder Fortgeschrittene. Keine Vorkenntnisse erforderlich. Teilnehmer ab 14 Jahren sind willkommen.

Was kostet der Workshop?

249 Euro in Leipzig und 179 Euro in Wunstorf und Birkenau. Im Preis enthalten sind alle Materialien.

Wie viele Teilnehmende gibt es?

Die Gruppen sind bewusst klein: maximal 5 Teilnehmende in Leipzig, maximal 7 in Wunstorf und Birkenau. So bleibt genügend Raum für individuelles Feedback.

Was ist die Story-Crafting-Methode?

Eine von Tobias Hülswitt entwickelte Methode zur Vermittlung grundlegender Techniken des literarischen Schreibens. In vier Schritten lernt man, Figur, Dialog, Konflikt und Atmosphäre zu gestalten und eine eigene Short Story zu schreiben – mit sofortigem Feedback in der Gruppe.

Wie melde ich mich an?

Per E-Mail an info@story-crafting-workshop.cloud – einfach den gewünschten Termin angeben. Wir melden uns schnellstmöglich zurück.

Story lesen

Lies hier die Workshop-Arbeit der Workshopteilnehmerin Maria Herzog.

Das Gummiband

Ich verließ den Supermarkt. Es war schon spät am Vormittag, ein leichter Wind ging, der warm war und aus dem Süden kam, und obwohl die Sonne am Himmel stand, hatte sein Blau schon etwas Blasses, wie man es kennt, wenn der Herbst vor der Tür steht. Ein paar Spatzen landeten vor mir und stritten sich um irgendetwas auf dem Boden. Vom Fischwagen her, der vor dem Supermarkt stand, roch es nach Backfisch. Was für ein herrlicher Tag.

„Hallo“, rief jemand hinter mir. Ich wusste sofort, wer das war. Ach je, armer herrlicher Tag. Ich stellte meinen Einkaufskorb ab.

„Hallo, Bettina“, sagte ich.

Sie hatte mich eingeholt, halb umkreist und stand nun vor mir. „Hallo“, sagte sie noch einmal, „das ist ja schön, dass wir uns hier treffen.“ Sie strahlte mich an. Sollte ich jetzt zurückstrahlen?

„Ist ja ewig her, dass wir uns gesehen haben. Was machst du denn so? Seid ihr schon umgezogen? Also, ich hätte da ja gar keine Lust drauf, das wäre mir viel zu anstrengend.“

Ich seufzte. „Ja“, sagte ich und wollte hinzufügen: Wir sind umgezogen und es geht uns auch sehr gut im neuen Haus.

Aber sie war schon am Weiterreden: „Ach, das ist ja schön! Dann habt ihr diese Plackerei also hinter euch.“ Sie strahlte immer noch.

Ich nickte und wollte sagen: Naja, so schlimm war es eigentlich gar nicht.

Aber bevor ich dazu kam, sagte sie: „Ich komm dich mal besuchen, ich bin ja auch neugierig.“

Oh ja, das stimmte. Letzten Sommer, noch in der alten Wohnung, hatte ich sie eines Morgens beim Blick aus dem Schlafzimmerfenster in meinem Garten stehen sehen, wo sie meine Rosen inspizierte.

Sie lachte.

Ich nickte. Ich lächelte. Ich seufzte, dieses Mal lauter. Die Spatzen waren jetzt rüber zum Fischwagen gestoben, wo sie sich um ein halbes Brötchen balgten, das jemand hatte fallen lassen.

„Die Corinna“, fuhr sie fort, „du kennst doch die Corinna, die hier vorne gewohnt hat“, sie wedelte mit dem Arm in Richtung der Straßenecke am Ende des Parkplatzes, „die mit dem Dackel, die dieses knallrote Auto fährt, also die ist auch umgezogen …“

Holte sie nie Luft? Ich dagegen holte jetzt tief Luft, nickte, lächelte und seufzte – noch ein wenig lauter, das musste sie doch bemerken.

„... und ist total unglücklich“, sagte sie.

Ich hatte mal gehört, dass das viele Reden von einem Problem mit der Schilddrüse kam. Ihr Gesicht war jetzt ganz dicht vor meinem. Ich trat einen Schritt zurück und wollte sagen: Nee, die kenne ich nicht, als plötzlich ein Spatz auf dem Rand des Korbes landete. Ich verjagte ihn mit dem Fuß.

„Der Vermieter, das ist wohl ein ganz blöder Kerl.“ Sie stemmte die Hände in die Hüften und schüttelte den Kopf. Jetzt holte sie Luft!

„Du“, sagte ich schnell, „es war toll, mit dir zu reden, ich muss jetzt nur leider weiter.“ Der Spatz hatte Abstand genommen, kam nun aber wieder herangehopst. Ich hob den Korb hoch.

„Ach, schade.“ Da war Enttäuschung in ihrer Stimme, ganz klar – oder war es ein Vorwurf? „Ich würde so gerne einen Kaffee mit dir trinken, hier vorne ist doch dieses nette kleine Café.“

„Ach, superschöne Idee“, sagte ich, „passt mir aber leider gerade so gar nicht.“ Ich wechselte den Korb vom rechten auf den linken Arm.

„Ach, komm!“ Schon wieder war ihr Gesicht so dicht vor meinem, dass ihr Atem meine Nase berührte. Sie schüttelte den Kopf. „Du wirst doch ein Viertelstündchen Zeit haben. Leckeren Kuchen haben die da auch“, sie zeigte in Richtung des Cafés und redete gleichzeitig weiter, „kann ich zwar alle gar nicht essen, du weißt ja, meine Glutenunverträglichkeit“ – ich nickte, seufzte, aber jetzt so richtig laut, „aber lecker sind die. Wir sehen uns doch so selten!“

Dieser Blick! Genau wie meine Enkeltochter, wenn sie unbedingt einen Wunsch erfüllt haben wollte: Ach, Oma, bitte!

Ich wich Bettinas Blick aus und schaute ebenfalls in Richtung des Cafés. Und seufzte. Jetzt wieder leiser.

Sie redete weiter. „Hab ich meinem Bruder neulich auch gesagt, Martin, hab ich gesagt, komm doch öfter mal her, Martin, wir sehen uns ja auch so selten, dem geht's ja auch gar nicht gut, dem Martin, meinem Bruder, kennst du ja auch, der in der Nähe von Würzburg wohnt.“

Ich nickte, wechselte den Korb vom linken auf den rechten Arm zurück. Ob ich ihn noch mal abstellen sollte? Da lauerte immer noch der Spatz, der um uns herumhüpfte und jetzt auch noch Verstärkung von zwei weiteren Spatzen bekam. „Nee, du, heute leider wirklich nicht. Ich hab noch so viel zu erledigen, echt schade, ich würde ja gern.“ Ich versuchte es mal mit Säuseln. „Aber nachher habe ich leider noch einen Termin, meine Enkeltochter kommt für den Nachmittag, und später muss ich noch kochen“, ich deutete auf meine Einkäufe, „tut mir echt total leid. Ein andermal klappt‘s bestimmt!“

War ich rot geworden?

Sie gab noch nicht auf. „Wann hättest du denn mal Zeit? Wir können uns ja auch verabreden. Mal zum Frühstück vielleicht? In dem Café gibt‘s auch großartiges Frühstück, alles dabei, was das Herz begehrt, du!“ Dieser bittende Blick. Dieser unerbittlich bittende Blick. Oder war es ein bitterer Blick?

„Ja gerne“, sagte ich, „klingt fantastisch.“ Bloß nicht rot werden jetzt! „Wenn ich nachher zu Hause bin, schaue ich nach, wann ich Zeit habe und schicke dir eine Nachricht, okay?“

Sie nickte. Sie nickte langsam. „Na, dann mach das.“ Sie blickte mir fest ins Gesicht, als säße dort ein seltsames Insekt. „Ich hoffe ja nur, dass das auch mal was wird. Ich sag mal: bis bald.“

„Na klar, das wird schon was werden“, sagte ich, „bis bald, ich melde mich!“ Ich wechselte den Korb wieder von rechts auf links, nickte ihr noch einmal zu, drehte mich um und ging. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich wie an einem Gummiband festhielt, aber ich ging einfach weiter. Bis es riss.

War ich am Ende doch rot geworden? Ich würde bestimmt in der Hölle schmoren.

Der Spatzenschwarm stob direkt über mir auf eine Hecke am Parkplatzrand zu, einer von ihnen erleichterte sich im Flug, aber der kleine Klecks traf mich nicht, sondern klatschte ein paar Schritte neben mir auf den Boden.

Na also. Was für ein herrlicher Tag!